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StuB Nr. 23 vom Seite 920

Rückstellungen für passive latente Steuern, oder: wie eine Jungfrau durch Küssen zum Kinde kommen soll

Replik zu Karrenbrock, StuB 2013 S. 917

Dr. Andreas Haaker

Der Beitrag enthält eine kurze Replik zu der vorstehenden Erwiderung von Karrenbrock. Der Verfasser hält die wirtschaftliche Belastung aus passiven latenten Steuern weiterhin für rein fiktiv und bestreitet nachdrücklich die wirtschaftliche Verursachung einer Rückstellung nach GoB.

Haddad/Henrich/Wolz, Passive latente Steuern als Verbindlichkeitsrückstellungen im Spiegel widerstreitender Perspektiven, StuB 2013 S. 679 NWB AAAAE-44818

Kernaussagen
  • Aktivierungsfähige immaterielle Anlagewerte stellen „echte” Vermögensgegenstände dar, weshalb es für den Charakter der darauf entfallenden Steuerlatenzen auch unerheblich ist, ob ein (entgeltlicher) Erwerb oder eine Selbsterstellung vorliegt.

  • Verbindlichkeitsrückstellungen i. S. der GoB stellen die betreffenden passiven latenten Steuern jedenfalls nicht dar, weil keine wirtschaftliche Verursachung nach GoB eingetreten ist.

  • Ein von der Steuerbilanz abweichender handelsrechtlicher Bilanzansatz ist völlig irrelevant für den Ansatz einer Rückstellung für die erwarteten realen Steuerbelastungen. Die spätere Steuerlast ergibt sich allein aufgrund der Wertansätze i...