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PiR Nr. 10 vom Seite 288

Goodwill als Schuldendeckungspotenzial?

PD Dr. Andreas Haaker und WP Dr. Jens Freiberg

Unternehmenserwerbe werden in Zeiten des „billigen Geldes“ gerne mit Fremdkapital finanziert. Bilanziell entstehen dabei hohe goodwill-Beträge. Wie ist vor diesem Hintergrund die Schuldendeckungsfähigkeit des goodwill zu beurteilen?

Contra

Big ist derzeit wieder beautiful. Insofern kommt es wohl doch auf die Größe an. „Billiges Geld“ treibt dabei nicht nur die Aktienkurse in die Höhe, was hohe Kaufpreise bei Übernahmen impliziert, sondern verbilligt auch die Finanzierung von Unternehmensakquisitionen mit Fremdkapital.

Beispiel

Derzeit macht sich der Bayer-Konzern auf, mit dem Erwerb von Monsanto die Hochzeit im Himmel von Daimler und Chrysler betragsmäßig überbieten zu wollen. Laut Handelsblatt vom , S. 4 f., soll die Übernahme rund 59 Mrd € kosten. Trotz einer beeindruckenden Kapitalerhöhung wird diese Summe wohl größtenteils fremdfinanziert werden.

Im Ergebnis führt dies zu einer Bilanzverlängerung bzw. einer Aktiv-Passiv-Mehrung, bei der auf der linken Seite der Bilanz der Aktivposten „goodwill“ und auf der rechten Seite der Passivposten „Langfristige Finanzschulden“ zunimmt.

Küting hat in seinen zahlreichen Bei...

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