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NWB Nr. 35 vom Seite 2781

Zur Besteuerung der Barabfindung beim Aktientausch nach § 20 Abs. 4a Satz 2 EStG

Stille Reserve oder Dividende? – Problemanalyse und steuerliche Konsequenzen

Elisabeth Zuschlag

Mit Einführung der Kapitalertragsteuer im Jahr 2009 wurde die Besteuerung von Kapitalerträgen geändert. Die einjährige Haltefrist des § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG a. F. wurde abgeschafft. Anteile, die vor Einführung der Kapitalertragsteuer bereits die einjährige Haltefrist überschritten haben und damit steuerentstrickt sind, erhalten Bestandsschutz und bleiben bei einem Aktientausch auch nach Einführung der Kapitalertragsteuer steuerfrei. Dieser Beitrag behandelt die Frage, welche steuerlichen Folgen vor diesem Hintergrund an die Zahlung einer Barabfindung im Rahmen eines Aktientauschs bereits steuerentstrickter Anteile durch ausländische Körperschaften an den Aktionär geknüpft werden. Der Aufsatz gibt einen Überblick über die unterschiedlichen rechtlichen Auffassungen und deren Argumentationen.

Arbeitshilfen:

In der NWB Datenbank (Login über www.nwb.de) können Sie unter den NWB DokIDs NWB MAAAE-27762 und NWB FAAAC-58984 den Grundlagen- sowie den infoCenter-Beitrag „Abgeltungsteuer” aufrufen.

Eine Kurzfassung dieses Beitrags finden Sie in .

I. Hintergrund

[i]Bestandsschutz für steuerentstrickte AktienZum 1. 1. 2009 wurde die Kapitalertragsteuer eingeführt, die zur Besteuerung von Kapitalerträgen i. S...