Besitzen Sie diesen Inhalt bereits, melden Sie sich an.
oder schalten Sie Ihr Produkt zur digitalen Nutzung frei.

Dokumentvorschau
BFH 19.10.2006 III R 6/05, BBK 5/2007 S. 4665

Erwerb einer Internet-Adresse als nicht abnutzbares immaterielles Wirtschaftsgut

Aufwendungen für den Erwerb einer Internet-Adresse stellen Anschaffungskosten für ein nicht abnutzbares immaterielles Wirtschaftsgut dar; das hat der BFH in seinem Urteil vom entschieden. Die Folgen sind:

  • Die Aufwendungen sind weder sofort als Betriebsausgaben noch im Wege der AfA absetzbar, sondern wirken sich erst bei Weiterveräußerung der Internet-Adresse aus.

  • In der Steuerbilanz ist das Wirtschaftsgut zu aktivieren, da das Aktivierungsverbot des § 5 Abs. 2 EStG nicht für entgeltlich erworbene immaterielle Wirtschaftsgüter gilt.

  • Wird dem Inhaber der Internet-Adresse deren Nutzung zivilrechtlich untersagt, begründet dies eine Teilwertabschreibung nach § 6 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 EStG.

Im Streitfall hatte der Kläger V eine Internet-Adresse zum Preis von 7.500 DM netto erworben, die einen bekannten Fluss bzw. Gegend in ihrem ...