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BFH Urteil v. - III R 209/94 BStBl 1997 II S. 491

Gesetze: EStG § 33

Mehraufwendungen für die behindertengerechte Gestaltung eines Einfamilienhauses nur als eindeutig ,,verlorener Aufwand'' außergewöhnliche Belastung

Leitsatz

1. Mehraufwendungen wegen der behindertengerechten Gestaltung eines für den eigenen Wohnbedarf errichteten Hauses können nur dann außergewöhnliche Belastungen sein, wenn sich solche Aufwendungen ausnahmsweise anhand eindeutiger und objektiver, von ungewissen zukünftigen Ereignissen unabhängiger Kriterien von den Aufwendungen unterscheiden lassen, durch die der Steuerpflichtige seinen Wohnbedürfnissen Rechnung trägt, und wenn ausgeschlossen ist, daß die durch diese Aufwendungen geschaffenen Einrichtungen jemals wertbildende Faktoren für das Haus darstellen können; wenn also eindeutig ,,verlorener Aufwand'' vorliegt.

2. Die Ausstattung eines Einfamilienhauses mit einem Fahrstuhl und eine behindertengerechte Bauausführung (wie der Einbau breiter Türen, eines großen Bades etc.) führen daher grundsätzlich nicht zu außergewöhnlichen Belastungen.

Tatbestand

Fundstelle(n):
BStBl 1997 II Seite 491
BFH/NV 1997 S. 296 Nr. -1
SAAAA-95900

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