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STFAN Nr. 9 vom Seite 17

Auflösung und Abwicklung einer Kapitalgesellschaft (Liquidation) – Teil 2

Dipl.-Finw. (FH) Stefan Schönwald

Im Rahmen der Liquidation wird bei einer Kapitalgesellschaft die Schlussbesteuerung vorgenommen. Während in Heft 8 die handelsrechtlichen Grundlagen erläutert wurden und die steuerliche Behandlung bei der Kapitalgesellschaft dargestellt wurde, sind Gegenstand dieses Beitrags die steuerlichen Konsequenzen bei den Gesellschaftern. Dabei kann es sich um eine natürliche Person oder eine Kapitalgesellschaft handeln. Abschließend wird die steuerliche Behandlung an einem umfassenden Beispielsfall veranschaulicht.

Steuerliche Folgen der Liquidation bei den Gesellschaftern

Der Liquidationserlös ist beim Gesellschafter aufzuteilen in steuerpflichtige Kapitalerträge (§ 20 Abs. 1 Nr. 2 EStG) und Kapitalrückflüsse, die keine Kapitalerträge darstellen. Steuerpflichtig sind alle Bezüge im Rahmen des Liquidationsverfahrens mit Ausnahme der Rückzahlung von Nennkapital aus dem steuerlichen Einlagekonto sowie von Leistungen aus dem steuerlichen Einlagekonto i. S. d. § 27 KStG. Bei der Rückzahlung von Nennkapital sowie bei Leistungen, bei denen das steuerliche Einlagekonto als verwendet gilt, handelt es sich lediglich um Kapitalrückzahlungen. Soweit ein Sonderausweis vermindert wurde, liegen beim Anteilseigner Bezüge i. S. d. § 20 Abs. 1 Nr. 2 EStG vor, d...

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