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NWB-EV Nr. 6 vom Seite 185

Optionsmodell nach KöMoG

Praktische Auswirkungen für Beteiligungsverwaltung, Immobilienverwaltung und Nachfolge

Jörg Schrade und Luise Uhl-Ludäscher

Der Bundestag hat am in 2./3. Lesung die Einführung eines antragsbasierten Optionsmodells (Check-the-box) für die Besteuerung einer gewerblichen Personenhandelsgesellschaft als Kapitalgesellschaft beschlossen. Erklärtes Ziel ist die weitgehende Beseitigung der steuerlichen Nachteile bzw. Komplexität der Personengesellschaftsbesteuerung. Die Optionsbesteuerung wird erstmalig mit Wirkung für nach dem beginnende Wirtschaftsjahre möglich sein.

Kernaussagen
  • Das Optionsmodell eröffnet neue steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten unter Beibehaltung des gegenwärtigen Status bzgl. Mitbestimmung, Publizität und der gesellschaftsrechtlichen Flexibilität.

  • Im Vergleich zur Thesaurierungsbegünstigung nach § 34a EStG ist die Gesamtsteuerbelastung beim Optionsmodell günstiger, allerdings auch weniger flexibel in seiner Anwendung.

  • Eine isolierte Anwendung des Optionsmodells auf den Bereich der Ertragsteuern unter Beibehaltung der Grunderwerbsteuerbefreiung für die Übertragung von Grundstücken auf Personengesellschaften hat der Gesetzgeber auf den letzten Metern unterbunden. Faktisch führt dies insbesondere bei Grundstücken im Sonderbetriebsvermögen zu einem substanziellen Hemmnis für die Option...