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IK Nr. 5 vom Seite 23

Geldpolitik der EZB in Corona-Zeiten

Dipl.-Kfm. Dipl.-Hdl. Bernt Schumacher, Reinbek

Die Regierungen der EU-Länder, die EU selbst, aber auch die Europäische Zentralbank sind in der Corona-Pandemie gefordert. Viele Staaten haben umfangreiche Hilfsprogramme aufgelegt. Die EU stellt ihren Mitgliedsstaaten Finanzmittel zur Verfügung, um das Gesundheitssystem und die Wirtschaft zu unterstützen und zu stabilisieren. Die EZB hat ihre Ankaufprogramme massiv ausgeweitet und damit die notwendigen Finanzmittel sichergestellt.

Der Euro und die EZB

Die westdeutsche Wirtschaftspolitik wurde in der Nachkriegsära maßgeblich von der Geldpolitik der Deutschen Bundesbank (1957 – 1998) und ihrer Vorgängerin, der Bank deutscher Länder (1948 – 1957), geprägt. Sie hatten sich in erster Linie die Geldwertstabilität auf die Fahnen geschrieben und galten als Hüterinnen der Währung. Die deutschen Notenbanken waren unabhängig von der Regierung. Ihre Geldpolitik sollte zwar die Fiskalpolitik des Staates dem Grunde nach unterstützen, aber es gab auch reichlich Gelegenheit, bei der sie ihre Prioritäten anders als der Finanzminister setzten. Ihr Augenmerk war auf die D-Mark gerichtet. Deren Stabilität im Innern und ihr harter Außenwert waren oberste Ziele. Beide wurde erreicht.

Mit der Einführung de...

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