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GK Nr. 12 vom Seite 9

Der Großhandel – Auge und Ohr am Markt

Dipl.-Hdl. Erwin Bauschmann; Willich

Auf den ersten Blick sind sie nicht zu beneiden, die Unternehmen des Großhandels und ihre Mitarbeiter. Denn einige Zeitgenossen argumentieren, dass der Großhandel ja nichts herstellt und auch keine Werte schafft, dafür aber alles teurer macht und deshalb abgeschafft werden sollte. Der folgende Beitrag zeigt, dass es sich durchaus lohnt, sich mit der Rolle des Großhandels in der Wirtschaft einmal näher zu befassen.

Druck von allen Seiten

Wer „nicht ganz so einfach gestrickt ist“, sieht den Handel, insbesondere den Großhandel, in einer komplizierten Lage. Wie der Belag eines Sandwichs befindet er sich zwischen den Interessen der Hersteller und den Forderungen und Ansprüchen seiner Kunden, dem Einzelhandel und den Endverbrauchern. Außerdem spürt er noch Druck, wenn er Produkte vertreibt, die umweltbelastend und klimaschädlich sind, obwohl er ja nur das verkauft, was die Hersteller produzieren und die Kunden nachfragen.

Auf der Beschaffungsseite drängen die Lieferer auf hohe Abnahmemengen und reagieren mit ungünstigeren Lieferungs- und Zahlungskonditionen, wenn der Handel zu wenig einkauft. Oft produzieren sie in Chargen und erheben hohe Zuschläge, wenn d...

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