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GK Nr. 12 vom Seite 2

Kalkulation im Großhandel (II)

Julia Schumacher M. A.; Hamburg

Zu den Aufgaben der Handelskalkulation gehört es auch den Preis zu ermitteln, der beim Einkauf maximal bezahlt werden kann, um die Kosten zu decken und einen angemessenen Gewinn zu erzielen, wenn der Verkaufspreis feststeht. In unserem zweiten Beitrag zu den Kalkulationsverfahren im Großhandel beschäftigen wir uns deshalb mit der Rückwärts- und der Differenzkalkulation.

Retrograde Kalkulation

Wenn der Listenverkaufspreis feststeht muss der Großhändler mithilfe einer retrograden Kalkulation (= Rückwärtskalkulation) errechnen, welchen Einstandspreis er höchstens akzeptieren kann, um seine Kosten zu decken. Dieses ist immer dann der Fall, wenn empfohlene Richtpreise sich quasi als Festpreise durchgesetzt haben. Und das ist kein Einzelfall, sondern für manches Sortiment gang und gäbe. Gleiches gilt auch, wenn aufgrund der Konkurrenzsituation sich ein bestimmtes Preisgefüge gebildet hat, das es zu unterbieten gilt.

Auch bei der retrograden Kalkulation muss bedacht werden, dass ein und dieselben Werte – je nach Kalkulationsstufe – für unterschiedliche Prozentsätze als Basis gelten. Das retrograde Kalkulationsschema hat folgenden Aufbau:


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Netto-Verkaufspreis
 
(= Netto-Listenverkaufspreis)
Kund...

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