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MFA Nr. 10 vom Seite 12

Der fordernde Patient

Joachim Hartmann Potsdam

Ein ganz normaler Tag zwischen 8 Uhr in der Früh und 18 Uhr am Abend. Da stürmt er rein, der ungeduldige Patient, die Chipkarte segelt über den Tresen. „Ich habe einen Termin. Wie lange dauert es? Ich will sofort drankommen!“ Wo ist das „Guten Morgen“, wo das Lächeln, welcher Ton liegt unter dem Gesprochenen, was habe ich als Praxismitarbeiterin zu erwarten? Alarm? Sollte ich gleich den Not-Knopf drücken, die Chefin rufen?

Der Ton ist rauer geworden. Das empfinden viele Praxismitarbeiterinnen und -mitarbeiter so. Und es spielt kaum eine Rolle, in welchem Teil der Republik sie arbeiten. Es gibt noch mehr Forderungen, versteckte Botschaften, Misstöne, Unhöflichkeiten und ungehobeltes Benehmen. Hier noch ein paar Beispiele aus dem Praxisleben:

„Ich will die roten Pillen haben, die habe ich immer, die helfen!“

„Und wer bezahlt mir den Parkplatz?“

„Ich begleite meine Frau ins Sprechzimmer, ich will dabei sein, wenn sie untersucht wird!“

„Wie, ich bekomme erst in drei Monaten einen Termin, da bin ich tot!“

„Sie müssen mich heute behandeln, ich habe schon seit drei Wochen Schmerzen!“

Wenn Sie mich fragen, warum das so ist, werde ich diese Frage nicht beantworten können. Zu viele Dinge spielen wo...

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