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BFuP Nr. 4 vom Seite 351

Hybride Rechtsformgestaltungen für Outboundinvestitionen – eine (taxo-)grafische Analyse

Univ.-Prof. Dr. Stephan Kudert, Frankfurt (Oder),, Dr. Paula Wellmann, Bonn und Dr. habil. Marcin Jamrozy, Warschau

Die Besteuerung und Haftungsbegrenzung auf das Betriebsvermögen sind wesentliche Kriterien bei der Rechtsformwahl. Im Beitrag wird untersucht, wie bei Outboundinvestitionen eines mittelständischen Investors die steuerlichen Vorteile einer Personengesellschaft mit den Haftungsvorteilen einer Kapitalgesellschaft kombiniert werden können. Daher werden verschiedene hybride Rechtsformen mit Hilfe der Teilsteuerrechnung und taxografisch analysiert. Die steuerliche Zusatzbelastung der hybriden Rechtsform gegenüber dem Referenzmodell wird dabei als steuerliche Haftungsversicherungsprämie definiert und deren Höhe ermittelt.

1 Die Haftungsversicherungsprämie als Abweichung vom Referenzmodell

1.1 Haftung und Besteuerung als Rechtsformwahlkriterien

Die Rechtsformwahl eines Investors ist eine konstituierende Entscheidung, die von mehreren Kriterien abhängt. Dabei sind die Besteuerung und Haftung von wesentlicher Bedeutung. Die folgenden Ausführungen gehen der Frage nach, wie bei Outboundinvestitionen eines mittelständischen Investors die steuerlichen Vorteile einer Personengesellschaft mit den Haftungsvorteilen einer Kapitalgesellschaft kombiniert werden können. Daher werden verschiedene Varianten...