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BFuP Nr. 5 vom Seite 545

Alternative Finanzierungsinstrumente im Profifußball – Neue Anforderungen an die Rechnungslegung der Fußballunternehmen?

Von Heiko Bühler, M. Sc.,, Dr. Marius Gros und Dipl.-Kfm. Christoph Wallek, Frankfurt am Main

Die Professionalisierung des Fußballsports hat zur Entstehung so genannter Fußballunternehmen geführt. In der Vergangenheit griffen diese im Rahmen ihrer Außenfinanzierung regelmäßig auf klassische Bankkredite zurück. In jüngerer Zeit ist jedoch zunehmend die Heranziehung alternativer Finanzierungsinstrumente zu beobachten. Hieran schließt sich die Frage an, ob auch die Rechnungslegung und das Transparenzniveau der Fußballunternehmen entsprechend angepasst wurde, um ein angemessenes Anleger- und Gläubigerschutzniveau erzielen zu können. Der vorliegende Beitrag geht dieser Frage nach, zeigt derzeitige Defizite auf und beinhaltet Handlungsempfehlungen.

1 Einleitung

Der Profisport hat in den vergangenen Dekaden weltweit einen starken ökonomischen Bedeutungszuwachs erreichen können. In Deutschland und Europa steht im Mittelpunkt der einhergehenden Kommerzialisierung und Professionalisierung der Fußballsport. Keine andere Sportart hat eine solch dynamische, intensive und komplexe Beziehung zwischen Sport und Wirtschaft entwickelt. Die Hauptakteure des deutschen Fußballmarkts sind dabei die 36 Fußballvereine der 1. und 2. Bundesliga. Diese generieren stetig höhere Umsätze; bereits in der S...