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NWB Nr. 20 vom Seite 1685

Der Verlustabzug bei Körperschaften

Ein Wegweiser durch das Minenfeld des § 8c KStG

Martin Engelberth

Im Rahmen [i]Birle/Diehl, Praxishandbuch der GmbH, NWB Verlag Herne, 2. Aufl. 2009, ISBN: 978-3-482-56962-3der Unternehmensteuerreform 2008 wurde die Neuregelung des § 8c in das Körperschaftsteuergesetz aufgenommen. Hiernach sind vortragsfähige Verluste zur Körperschaftsteuer zu kürzen, soweit eine schädliche Übertragung von Anteilen an der Körperschaft vorliegt. Die Vorschrift findet kraft gesetzlicher Regelung auch Anwendung im Bereich der Gewerbesteuer. Einerseits dient die neue Vorschrift der Ablösung der teilweise noch anzuwendenden Mantelkaufregelung des § 8 Abs. 4 KStG a. F., deren Anwendung in der Praxis zu erheblichem Konfliktpotenzial geführt hat. Andererseits sollte die neue Vorschrift eine Gegenfinanzierungsfunktion im Hinblick auf die zeitgleiche Senkung des tariflichen Körperschaftsteuersatzes von 25 % auf 15 % haben. Nicht zuletzt aufgrund der Finanzkrise der Jahre 2008/2009 erfuhr § 8c KStG zahlreiche Modifikationen durch den Gesetzgeber. Mehrfach wurden neu aufgenommene Regelungsinhalte der Vorschrift noch vor deren Inkrafttreten erneut geändert. Hinzu tritt, dass sich auch die [i]NWB-Kompakt-Seminar „Aktuelle Praxisprobleme der GmbH-Besteuerung”Europäische Kommission der Vorschrift angenommen und Teile als mit dem EU-Recht für unvereinbar erklärt hat. Daneben hat auch die Rechtsprechung ihren Zweifeln an der Vorschrift und dem in...