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BBK Nr. 10 vom Seite 469 Fach 29 Seite 995

Ansatz von Fortführungs- und Liquidationswerten im Überschuldungsstatus

- Eine Betrachtung vor dem Hintergrund des Strafrechts -

von StB Dr. Reinhard Reck, Braunschweig

I. Einführung

Werden die Gründe für Insolvenzen von Unternehmen betrachtet, so ist generell festzustellen, dass die Insolvenz vor allem auf die Überschuldung zurückzuführen ist, falls das Unternehmen in Form einer Kapitalgesellschaft betrieben wird oder sofern eine Personengesellschaft mit beschränkter Haftung vorliegt.

Im Weiteren wird dabei die Diskussion zum Ansatz von Fortführungswerten und Liquidationswerten vor dem Hintergrund eines zu erstellenden Überschuldungsstatus geführt, der allein für die Beurteilung, ob eine Überschuldung im rechnerischen Sinn und im Rechtssinn vorliegt, maßgebend ist. Hierdurch soll mithin zum Ausdruck gebracht werden, dass es sich um eine Sonderbilanz handelt, um auch den Unterschied zu einer bilanziellen Überschuldung deutlich zu machen, die vorliegt, wenn im Rahmen einer Handelsbilanz ein negatives Eigenkapital ausgewiesen wird.

Der Überschuldungstatbestand stand immer wieder im Blickpunkt der strafrechtlichen Rechtsprechung und der wissenschaftlichen Diskussion. Im Mittelpunkt stand und steht dabei, welche Werte im Rahmen eines Überschuldungsstatus anzusetzen und insbesondere wie diese zu bewerten sind.

In der Rechtsprechung und ...