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BBK Nr. 14 vom Seite 667 Fach 28 Seite 1241

Der Discounted Cash-flow als Instrument der Unternehmensbewertung

Prof. Dr. Horst Gräfer und Dipl.-Kfm. Veit Ostmeier, Paderborn

I. Einführung

Sowohl in der Theorie der Unternehmensbewertung als auch in weiten Teilen der Praxis herrscht Einigkeit darüber, dass der finanzielle Wert eines Unternehmens durch die seinen Eigentümern zukünftig zufließenden diskontierten Zielbeiträge zu bestimmen ist. Allerdings bestehen hinsichtlich der konkreten Ausgestaltung dieses Kapitalwertkalküls Unterschiede in der Definition der Zielbeiträge und in der Wahl des Diskontierungszinsfußes.

Buchhalterisch geprägte Größen wie beispielsweise der Jahresüberschuss haben sich wegen ihrer Bewertungsabhängigkeit als ungeeignet für die Unternehmensbewertung erwiesen. An ihre Stelle tritt in der neueren Diskussion mit dem Cash-flow eine Kennzahl, die wegen ihrer Zahlungsstromorientierung weitestgehend frei von Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechten ist.

Jedoch gibt es bezüglich der praktischen Durchführung der auf Cash-flow basierenden Unternehmensbewertung eine Fülle unterschiedlicher Vorschläge.

Ziel des vorliegenden Beitrags soll es zunächst sein, die verschiedenen Cash-flow-Methoden darzustellen und von dem in Deutschland lange präferierten Ertragswertverfahren abzugrenzen, um schließlich die V...