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NWB-EV Nr. 11 vom Seite 362

Abgeltungsteuer und Verlustverrechnung

Gestaltungen zur Optimierung der Verlustverrechnung

Jan Schlottbohm

Mit Einführung der Abgeltungsteuer zum durch das UntStRefG 2008 v. (BGBl 2007 I S. 1912) kam es bei der Besteuerung von Einkünften aus Kapitalvermögen zu einer erheblichen Umgestaltung. Mit dem Steuerabzug der 25 %-igen KapESt ist die Einkommensteuer abgegolten, sodass die Kapitaleinkünfte nicht mehr im Rahmen der Veranlagung berücksichtigt werden müssen. Folge dieser „Schedulenbesteuerung” ist, dass sich Verluste aus Kapitalvermögen nur innerhalb der Kapitaleinkünfte auswirken können. § 20 Abs. 6 EStG enthält weitreichende Einschränkungen der vertikalen, horizontalen und zeitlichen Verlustverrechnung bei Kapitaleinkünften und stellt damit einen wesentlichen Eckpunkt der Abgeltungsteuer dar. Wie der Beitrag zeigen wird, ist das mit Einführung der Abgeltungsteuer angestrebte Ziel der Vereinfachung jedenfalls im Bereich der Verlustverrechnung missglückt. Im Folgenden sollen nach ausführlicher Darstellung der komplexen Regelungen und des Ablaufs der Verlustverrechnung insbesondere Gestaltungen zur Optimierung der Verlustverrechnung erörtert werden. Anschließend wird ein Sonderproblem – die Verlustverrechnung bei Ehegatten – betrachtet. Abschließend erfolgt ein kurzer Blick auf verfas...