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NWB Nr. 37 vom Seite 3108

Erleichterung der Sanierung von Unternehmen im Insolvenzverfahren

Herstellung eines funktionsfähigen Insolvenzplan- und Eigenverwaltungsverfahrens

Dr. Gerhard Pape

Seit [i]Ehlers, NWB 37/2011 S. 3120Inkrafttreten der Insolvenzrechtsreform am wird vergeblich darauf gehofft, dass die Sanierung von Unternehmen durch Insolvenzverfahren in größerem Umfang stattfindet. Die Vorstellung, durch ein einheitliches Verfahren mit der Möglichkeit der Eigenverwaltung des Schuldners (dazu Pape, NWB F. 19 S. 3607) und des Insolvenzplans (dazu Pape, NWB 41/2010 S. 3278) könnten die früheren Schwächen der Zweiteilung von Konkurs- und Vergleichsverfahren beseitigt werden, hat sich bisher als Trugbild erwiesen. Von diesen Möglichkeiten wird ebenso wenig Gebrauch gemacht wie von dem Vergleichsverfahren in der Zeit davor. Eine „Insolvenzkultur”, wie sie in den USA schon seit vielen Jahren besteht, konnte sich nicht etablieren. Vorherrschend ist vielmehr das Bild des Insolvenzverfahrens als Liquidationsverfahren, in dem es ausschließlich darum geht, das restliche Vermögen des Schuldners möglichst schnell zu verwerten. Soweit es um die Eigenverwaltung geht, widerstrebt es den Beteiligten immer noch, „den Bock zum Gärtner zu machen”. Im Planverfahren sind die beteiligten Gläubiger vielfach nur darauf aus, das Zustandekommen des Plans durch ...BGBl 2010 I S. 1885