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BBK Nr. 15 vom Seite 735

Geschäfts- oder Firmenwerte im Handels- und Steuerrecht

Vergleich HGB, EStG und IFRS

Klaus Wiechers

[i]Die Bilanzierung des derivativen Geschäfts- oder Firmenwerts, StuB 5/2010 S. 167, NWB NAAAD-39018Der Geschäfts- oder Firmenwert stellt die Summe aller immateriellen Werte eines Unternehmens dar. Während über die Definition und die Ermittlung des derivativen Firmenwerts weitestgehend in den verschiedenen Bilanzwelten Einigkeit besteht, ergeben sich hinsichtlich der Bilanzierung und Bewertung zum Teil große Unterschiede. Im Zuge des BilMoG wurden die bisherigen Regelungen des HGB dahingehend modifiziert, dass an Stelle des bisher vorgesehenen Aktivierungswahlrechts nunmehr, d. h. spätestens für entgeltliche Neuvorgänge ab , eine Aktivierungspflicht besteht. Der Beitrag gibt einen Gesamtüberblick über die Behandlung des derivativen Firmenwerts in den unterschiedlichen Bilanzwelten. Ergänzend wird dabei auch auf die steuerlichen Besonderheiten von Firmenwertabgeltungen im Zusammenhang mit dem Verkauf/Erwerb von Freiberuflerpraxen eingegangen.

I. Begriff und Entstehung des Firmenwerts

[i]Firmenwert = Ertragswert ./. SubstanzwertDer Firmenwert wird im Allgemeinen definiert als Saldo zwischen dem Ertragswert eines Unternehmens abzüglich seines Substanzwerts. Dabei spiegelt der Substanzwert das bilanzielle Eigenkapital zuzüglich vorhandener stiller Reserven bzw. abzüglich vorh...