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NWB Nr. 48 vom Seite 3910

Sachbezüge als Versorgungsbezüge

Geänderte Rechtsauffassung ab 2010

Gerhard Gunsenheimer

Im vorliegenden Musterfall geht es um die Frage, ob die den Versorgungsempfängern gewährten Fahrvergünstigungen als Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit i. S. des § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG oder als Versorgungsbezüge i. S. des § 19 Abs. 2 EStG zu berücksichtigen sind und welche Auswirkungen die jeweilige Behandlung für den Steuerpflichtigen hat.

Arbeitshilfe: In der NWB Datenbank (Login über www.nwb.de) ist unter der NWB DokID NWB DAAAB-14444 der infoCenter-Beitrag „Pensionen und Versorgungsbezüge” aufrufbar.

I. Der Fall

[i]Information über steuerliche Behandlung der SachbezügeDie für die Auszahlung der Versorgungsbezüge für die zu den Ruhestandsbeamten des Bundes gehörenden Versorgungsempfänger des Bundeseisenbahnvermögens zuständige Bezügestelle informierte ihre Versorgungsempfänger über die ab dem Jahr 2010 geänderte steuerliche Behandlung der Sachbezüge wie folgt:

„Nach Rechtsauffassung der Finanzverwaltung sind ab dem Veranlagungszeitraum 2010 bei Versorgungsempfängern sämtlich gewährte Zuwendungen – soweit es sich nicht um Bezüge aus einer aktiv ausgeübten Tätigkeit handelt – steuerlich als Versorgungsbezug zu behandeln. Dies bedeutet, dass z. B. Sachbezüge aus Fahrvergünstigungen oder Familienheimdarlehen nicht mehr ...