Besitzen Sie diesen Inhalt bereits, melden Sie sich an.
oder schalten Sie Ihr Produkt zur digitalen Nutzung frei.

Dokumentvorschau
StuB Nr. 16 vom Seite 624

Das BMF-Anwendungsschreiben zur Zinsschranke (Teil II)

von Dr. Dorothee Hallerbach, Augsburg

Der zweite Teil des Beitrags erläutert die Stellungnahme des BMF zu den Ausnahmetatbeständen der Zinsschrankenregelung, die Besonderheiten bei der Gesellschafter-Fremdfinanzierung und nimmt kritisch zum Inhalt des Schreibens Stellung.

Kernfragen
  • Welche Aussagen trifft das BMF-Schreiben zur Konzernzugehörigkeit?

  • Was gilt zur Schädlichkeit der Gesellschafter-Fremdfinanzierung?

  • Wie ist das BMF-Schreiben insgesamt zu würdigen?

I. Ausnahmeregelungen nach § 4h Abs. 2 EStG

1. Freigrenze (Tz. 55-58)

Das Schreiben enthält in den Tz. 55 ff. Erläuterungen zur Freigrenze, die betriebsbezogen zu bestimmen ist und innerhalb des Organkreises nur einmal gewährt wird. Sie bezieht sich auf das jeweilige Wirtschaftsjahr des Betriebs.

2. Konzernzugehörigkeit (Tz. 59-68)

2.1 Prüfreihenfolge

Tz. 59 ff. ordnen – die gesetzlichen Vorgaben wiederholend – eine Prüfungsreihenfolge hinsichtlich der Frage der Konzernzugehörigkeit an. Ausgangspunkt ist der gesetzliche Grundfall des § 4h Abs. 2 Satz 5 EStG, nach der ein Betrieb dann zu einem Konzern gehört, wenn er nach dem einschlägigen Rechnungslegungsstandard in einen Konzernabschluss einzubeziehen ist. Ist dies nicht der Fall, so ist...