Besitzen Sie diesen Inhalt bereits, melden Sie sich an.
oder schalten Sie Ihr Produkt zur digitalen Nutzung frei.

Dokumentvorschau
NWB Nr. 4 vom Seite 261 Fach 18 Seite 4557

Squeeze-out

Der Ausschluss von Minderheitsaktionären

Karl Sikora

Mit drei wichtigen Entscheidungen hat das BVerfG den aktienrechtlichen Squeeze-out (§§ 327a ff. AktG) ins Zentrum der jüngsten Aufmerksamkeit gerückt. Demnach ist der Zwangsausschluss von Minderheitsaktionären gegen die Gewährung einer angemessenen Barabfindung verfassungsrechtlich zulässig; dies wurde für den Squeeze-out im Liquidationsstadium und auch für den Squeeze-out ohne die Stimmen der Inhaber von stimmrechtslosen Vorzugsaktien bestätigt. Damit wurden letzte Zweifel ausgeräumt und die Attraktivität des Squeeze-out-Verfahrens weiter erhöht. Der Beitrag zeigt die Voraussetzungen sowie den Verfahrensablauf des aktienrechtlichen Squeeze-out auf, stellt die Rechtsschutzmöglichkeiten der Minderheitsaktionäre dar und weist auf sonstige Möglichkeiten zum Ausschluss von Restminderheiten hin.

Arbeitshilfen

Im NWB SteuerXpert ist als Anhang zu diesem Beitrag eine weiterführende Darstellung zur Rechtsprechung des BVerfG zum aktienrechtlichen Squeeze-out abrufbar.

Datei öffnen

I. Hintergrund

Vor allem in der Konzernpraxis kommt es oft vor, dass an einer AG neben einem mit beinahe 100 % beteiligten Großaktionär noch ein kleiner Kreis von Restaktionären beteiligt S. 262 ist. Derartige Res...