Besitzen Sie diesen Inhalt bereits, melden Sie sich an.
oder schalten Sie Ihr Produkt zur digitalen Nutzung frei.

Dokumentvorschau
NWB Nr. 17 vom Seite 1391

Schlechte Zeiten für Steuersparfonds

Die Anbieter geschlossener Fonds konnten im Jahr 2005 ihren Absatz noch einmal geringfügig auf 10,4 Mrd. € steigern. Immobilienfonds litten unter dem mangelnden Angebot an attraktiven Anlageobjekten, Private Equity Fonds profitierten mit einem Absatzplus von knapp 120 v. H. vom lebhaften Handel mit Unternehmensbeteiligungen. Ein weiterer Zuwachs dürfte der Branche jedoch schwer fallen, denn die neue Bundesregierung hat mit dem Gesetz zur Beschränkung der Verlustverrechnung im Zusammenhang mit Steuerstundungsmodellen v. die Möglichkeit steuerlicher Verlustzuweisungen stark beschnitten. Durch eine Verlustverrechnungsbeschränkung können Verluste nunmehr nur noch mit späteren positiven Einkünften aus derselben Einkunftsquelle verrechnet werden (vgl. dazu Ronig, NWB F. 3 S. 13971). Das Geschäftsmodell der Steuersparfonds beruht

darauf, dass die Anbieter bei privaten Investoren Eigenkapital einwerben und damit dann z. B. Gewerbeimmobilien, Schiffe oder Windparks finanzieren. Die Anleger sind somit zugleich Investoren und Gesellschafter. Da die Investitionsojekte in den ersten Jahren üblicherweise Verluste produzieren, ließen sich diese steuerlich geltend machen. Neben Immobilien und Schi...