Besitzen Sie diesen Inhalt bereits,
melden Sie sich an.
oder schalten Sie Ihr Produkt zur digitalen Nutzung frei.
Medikamente aus dem Alltag von Medizinischen Fachangestellten: Antikoagulanzien – die Gerinnungskaskade (Teil I)
Täglich gehen Sie verantwortungsvoll direkt oder indirekt mit vielen unterschiedlichen Medikamenten um: Sie setzen sie auf Anordnung selbst ein, Sie füllen die Arzneimittel-Verordnung für Ihre Patienten aus oder Sie tragen in der Dokumentation die Medikamente ein, die ein Patient bereits einnimmt. Wir stellen Ihnen an dieser Stelle regelmäßig Medikamente aus Ihrem Berufsalltag vor.
Antikoagulanzien hemmen die Blutgerinnung und dienen (wie die Thrombozytenaggregationshemmer) der Prophylaxe und Therapie thromboembolischer Prozesse. Um den Mechanismus dieser Wirkstoffe (sie werden in einem späteren Artikel besprochen) zu verstehen, bedarf es eines vereinfachenden Blicks auf die Gerinnungskaskade. Sie stellt eine Kettenreaktion mit hintereinander geschalteten Reaktionsschritten dar, wobei jeder Schritt vollzogen werden muss, wenn es zu einem organisierten Thrombus kommen soll.
Ablauf der Gerinnungskaskade
Verletzung → Gefäßreaktion (Zusammenziehung der Gefäße) und Thrombozytenaggregation (Verklumpung der Blutplättchen) → Aktivierung der Gerinnungskaskade und endgültiger Thrombus → organisierter Thrombus
Ein Hinweis: ASS greift nicht direkt in die Gerin...