Omnibus I nimmt Fahrt auf
Eigentlich ist ein Editorial nicht dazu gedacht, Ihnen von meinem Arbeitsleben in der Redaktion zu erzählen. Aber in diesem Monat mache ich eine Ausnahme. Es ist nämlich etwas Außergewöhnliches passiert. Vor meinem Bürofenster hat ein Omnibus gehalten. Das passiert zwar des Öfteren, da das Fenster der Straße zugewandt ist, aber eigentlich hat dies für mein Tun keine Bedeutung. „Omnibus I“ wiederum, das erste Paket der EU-Kommission zum Bürokratieabbau und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, hat am für ordentlich Wirbel gesorgt – auch in unserer Redaktion.
Es versteht sich von selbst, dass die Vorschläge der Kommission, die in ihrem ersten Paket insbesondere die Nachhaltigkeitsberichterstattung in den Fokus nehmen, genauestens zu analysieren sind. Es sind Anpassungen an der CSRD, der CSDDD und der EU-Taxonomie-Verordnung geplant – den wichtigen Regulationen für die Nachhaltigkeitsberichterstattung.
Prof. Dr. Christian Zwirner und Dr. Corinna Boecker unterziehen diese geplanten Neuerungen einer akribischen Prüfung. Ihre Ergebnisse sind detailliert ab Seite 99 nachzulesen. Die Autoren zeigen auf, welche Perspektiven und Herausforderungen sich daraus für die Unternehmen ergeben und welche Konsequenzen diese für die Struktur und die Veröffentlichung ihrer Nachhaltigkeitsberichte ziehen sollten.
Aber auch die weiteren Beiträge dieser Ausgabe sind von Omnibus I nicht unberührt geblieben. Zwar handelt es sich bei der Veröffentlichung der Omnibus-Initiative vorerst um Vorschläge der EU-Kommission, die noch die weiteren Prozesse der Legislative der EU durchlaufen müssen. Nichtsdestotrotz finden Sie schon jetzt an entsprechenden Stellen der Beiträge Hinweise darauf, ob oder wie Omnibus I jeweils Einfluss nehmen würde.
Ich wünsche Ihnen eine inspirierende Lektüre der topaktuellen Beiträge in dieser Ausgabe.
Ihre
Anke Kreft
Fundstelle(n):
NaRp 4/2025 Seite 97
NAAAJ-88320