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Krank zur Arbeit?

MFA Nr. 8 vom 15.08.2020 Seite 11
Birgit Nagel; Neustadt

Manche Mitarbeiter kommen bereits bei einem leichten Kratzen im Hals nicht zur Arbeit, andere Kollegen erscheinen selbst dann noch an ihrem Arbeitsplatz, wenn sie richtig krank sind und besser im Bett bleiben sollten. Oft heißt es dann: „Das ist doch nur eine kleine Erkältung, deswegen muss ich doch nicht gleich zu Hause bleiben“ oder „Ich komme trotz meiner Beschwerden zumindest für einen halben Tag.“ Die Folgen für sich selbst, die Kollegen und die Arbeitsqualität werden dabei oft nicht bedacht.

Krank zur Arbeit: Die häufigsten Gründe

Wenn Mitarbeiter trotz Krankheit zur Arbeit kommen, gibt es dafür meist einen oder mehrere Gründe:

  • Kollegialität: Der kranke Mitarbeiter möchte den Kollegen nicht zumuten, seine Aufgaben zusätzlich zu erledigen.

  • Angst vor Fehlern: Man befürchtet, dass Fehler passieren, wenn es keinen kompetenten Vertreter gibt und die Aufgaben von einer weniger qualifizierten Person erledigt werden.

  • Hohe Arbeitsbelastung: Es besteht die Sorge, dass hohe Arbeitsrückstände entstehen, die sich nur schwer wieder abbauen lassen.

  • Angst vor Imageverlust: Einige Mitarbeiter haben Angst, von Chefs und Kollegen als faul oder unmotiviert wahrgenommen zu werden, vor allem, wenn die K...

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