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Prävention von Stich- und ­Schnittverletzungen

MFA Nr. 3 vom 15.03.2020 Seite 13
Gesundheitsökonomin (VWA) Kathrin Mann (MHBA); Regensburg

In jeder Arztpraxis, besonders in der Wundsprechstunde, im ambulanten OP oder in Bereichen, in denen Blutentnahmen durchgeführt werden, sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einem erhöhtem Risiko von Stich- und Schnittverletzungen ausgesetzt. Die Gefährdung durch Übertragung infektiösen Materials ist insbesondere bei großkalibrigen Kanülen gegeben, die vornehmlich in Dialysepraxen eingesetzt werden. Aber auch kleinere Kanülendurchmesser können ausreichend vermehrungsfähiges Material enthalten. Dieser Artikel behandelt ausschließlich vorbeugende Maßnahmen zur Verhinderung von Stich- und Schnitt­verletzungen in Einrichtungen des Gesundheitswesens.

Risikobewertung und Ursachenanalyse

Die Unfallkasse Berlin hat vor einigen Jahren im Rahmen eines Projekts zum Arbeits- und Gesundheitsschutz 500 Unfälle in Operationssälen ausgewertet1.

Die Übertragung der Ergebnisse auf eine Arztpraxis ist zwar nur bedingt möglich, jedoch dürften die prinzipiellen Risikobewertungen zu Arbeitsschritten und Situationen eine große Übereinstimmung enthalten.

57 % der Unfälle im OP waren Stich- und Schnittverletzungen. Betroffen waren 126 Ärzte, 114 Pflegekräfte, 12 Reinigungskräfte und 17 andere Personen. Die...

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