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PiR Nr. 5 vom Seite 160

Bilanzierung und Bewertung eines Besserungsscheins

WP Dr. Jens Freiberg

I. Einführung

Der Forderungsverzicht eines Gläubigers stellt ein Instrument zur Sanierung eines in wirtschaftliche Schieflage geratenen Unternehmens dar. Wird der bisherige Gläubiger – durch Vereinbarung eines debt for equity swaps – nicht Gesellschafter mit Anspruch auf künftige Wertsteigerung am Residualvermögen, lässt sich eine Partizipation an den Früchten einer Sanierung durch Vereinbarung eines Besserungsscheins sichern: Der bestehende Anspruch erlischt zwar, lebt unter bestimmten (Besserungs-)Bedingungen aber – allerdings ohne akzessorische, die mit Verzicht frei werden, und nicht akzessorischen Sicherheiten, die freizugeben sind – wieder auf. Im Ergebnis tauscht der Gläubiger eine sichere Forderung, deren Erfüllung (settlement) aufgrund der wirtschaftlichen Schieflage des Schuldners unsicher ist, gegen einen bedingten, von der künftigen Entwicklung abhängigen Anspruch. Die gleiche wirtschaftliche Position stellt sich für einen Gläubiger ein, wenn bereits bei Abschluss einer Transaktion eine erfolgsabhängige Gegenleistung (etwa bei einer aufgrund von Informationsasymmetrie vereinbarten earn-out-Klausel ) ausgemacht ist. Es besteht ledigl...

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