Besitzen Sie diesen Inhalt bereits,
melden Sie sich an.
oder schalten Sie Ihr Produkt zur digitalen Nutzung frei.
Wechselwirkung von IFRS 15 und IAS 20 bei Bezuschussung einer Impfstoffentwicklung
I. Sachverhalt
Ende des Jahres 01 zeichnet sich der Ausbruch einer Viruspandemie ab. In der Forschungs- und Entwicklungspipeline der U AG befindet sich ein aussichtsreicher, noch nicht vollständig getesteter Impfstoff. Um dessen Entwicklung zu forcieren, trifft die öffentliche Hand mit der U folgende Vereinbarung:
Die auf die Entwicklung des Impfstoffs gerichtete FuE-Tätigkeit der U wird für das Jahr 02 mit 400 Mio. € bezuschusst, der Zuschuss noch Ende 01 ausgezahlt.
Für den Fall einer Zulassung und Aufnahme der Produktion des Impfstoffs erhält die öffentliche Hand so lange 50 % der Produktionsmenge, bis der Wert von 20 Mio. Impfdosen erreicht ist. Der Preis pro Impfdosis ergibt sich dabei durch einen als Mengenrabatt titulierten Abschlag von 20 % auf den im freien Verkauf erzielbaren erwarteten Durchschnittspreis von 50 €; 10 % wären als Mengenrabatt marktkonform.
Die Parteien erwarten also ein Transaktionsvolumen von 20 Mio. D. x 50 €/D. x 0,8 = 800 Mio. €. Die Produktion beginnt im Jahr 03.
II. Fragestellung
Wie ist der Vorgang in den Jahren 01 und 02 zu bilanzieren?
III. Lösungshinweise
1. Vorliegen einer öffentlichen Zuwendung
Zunächst ist zu ...