Wirtschaftsunterricht mit Kick
2. Aufl. 2026
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13. Magisches Viereck
13.1 Fachlicher Hintergrund
Deutschland erlebte 1967 zum ersten Mal nach dem Zweiten Weltkrieg einen, wenn auch nur kurzen wirtschaftlichen Abschwung. Zur Lösung des Problems wurde das Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft erlassen (Stabilitätsgesetz). Dort wird als Staatsziel das gesamtwirtschaftliche Gleichgewicht vorgegeben. Stabilität im Sinne des Gesetzes bedeutet, das Wirtschaftswachstum soll gleichmäßig, also ohne größere Schwankungen erreicht werden, indem der Staat mithilfe von wirtschaftspolitischen Instrumenten versucht, konjunkturelle Schwankungen auszugleichen. Als gesamtwirtschaftliche Ziele nennt das Gesetz Preisstabilität, hohen Beschäftigungsstand, außenwirtschaftliches Gleichgewicht und stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum. Diese vier Ziele sind bekannt geworden unter dem Begriff Magisches Viereck. Magisch bedeutet hier, dass sich alle vier Ziele nicht gleichzeitig konfliktfrei erreichen lassen.
13.2 Problematik
Das Magische Viereck gehört sicherlich zu den schwereren Themen im Wirtschaftskundeunterricht und ist für viele Schüler zunächst einmal sehr abstrakt und unverständlich. Der Begriff „magisch“ verwirrt sie meistens noch z...