Wirtschaftsunterricht mit Kick
2. Aufl. 2026
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15. Zinseszins
15.1 Fachlicher Hintergrund
Der Zinseszins ist die Verzinsung der Verzinsung eines Kapitals, das bedeutet, er ist der Zins der kapitalisierten Zinsen aus einer vergangenen Periode. Voraussetzung dafür ist, dass die bereits fälligen Zinsen dem Kapital zugeschlagen werden, d. h. sie wurden kapitalisiert. Dadurch entsteht eine neue Berechnungsbasis, die sich jetzt aus dem alten Kapital und den zugeschlagenen Zinsen zusammensetzt. Durch den Zinseszinseffekt steigen Vermögen bzw. Schulden exponential.
Die Parameter der Zinseszinsrechnung sind das Anfangskapital K0, der Zinssatz p, die Zeit n und das Endkapital Kn. Die Formel für den Zinseszins lautet:
Die Berechnung des Zinseszins ist ein Teilgebiet der Finanzmathematik. Gemäß BGB ist bei Schuldverhältnissen eine im Voraus getroffene Vereinbarung über Zinseszinsen nichtig. Mit diesem Verbot soll eine übermäßige und nicht zu überblickende Zinsansammlung verhindert werden. Von diesem Verbot der Zinseszinsen ausgenommen sind Guthabenzinsen von Spareinlagen bei Banken und Sparkassen sowie Darlehenszinsen auf Hypotheken. Ebenso ausgenommen sind die Zinseszinsen bei den Konto...